




Als Stauden bezeichnet man alle nicht verholzenden Pflanzen wie Farne, Gräser und Blütenpflanzen, sie sind im Gegensatz zu Sommerblumen mindestens zwei- oder mehrjährig, die meisten auch ausdauernd. Sie unterscheiden sich aber durch ihre Überwinterungsorgane, z.B. Zwiebeln, einziehende Sprosse oder wintergrünes Laub.


Wiesenimpressionen
Bei der Verwendung ist neben ihrem Aussehen, der Blütenfarbe und dem Blühzeitpunkt auf ihr Verbreitungsverhalten zu achten, z.B. Ausläuferbildung oder Vermehrung durch Samen, bleiben sie an dem ihnen zugedachten Platz oder wandern sie im Garten umher?
Im naturnahen Garten spielt ihr Wert für die heimische Tierwelt eine besondere Rolle, denn nicht alles, was mit farbenfroher Blüte lockt, bietet auch Nektar oder Pollen. Heimische Pflanzen sehen oft auf den ersten Blick etwas unscheinbarer aus als ihre gezüchteten oder exotischen Verwandten, bieten dafür aber den hier»Wichtig für die hier lebenden Tiere« lebenden Tieren die lebensnotwendige Nahrung. Verstecken brauchen sie sich dennoch nicht, ihre Schönheit zeigt sich im Detail.

Mariendistel
Vor der Anlage eines Staudenbeetes ist zu überlegen, welchen Stil bzw. Funktion dieses haben soll, Bauerngarten oder Wildblumenbeet, Steingarten oder ein Platz für Schattenstauden? Es können auch Duftpflanzen oder bestimmte Farben zusammengestellt werden, eine pflegeleichte Unterpflanzung, oder ...,»Für jeden Standort« für jeden Standort bietet die Natur mehr oder weniger viele Arten, welche alle zu ihrer Zeit blühen, duften, schöne Blattformen oder -färbungen
Pflanzenbeschreibung
In der folgenden Pflanzenbeschreibung sind Pflanzen vorgestellt, die unter vielen anderen, auch oder gerade an Standorten mit ohnehin schon schwierigen Wasser-, Boden-, oder Lichtverhältnissen gedeihen. Diese haben sich dorthin zurückgezogen, weil die wüchsigere Konkurrenz sie da nicht bedrängen kann:

Leberblümchen (Hepatica nobilis)
Für einen trocken-heißen Standort ist die Kronwicke ideal geeignet. Der 150 - 200 cm hohe Strauch mit gelben Blüten im Mai - Juni (mit Nachblüte im September) ist ein wahrer Insektenmagnet der auch für Kübel geeignet ist.
Auch eine Steingartenpflanze und ein Insektenmagnet ist der Natternkopf. Er allein lockt bis zu 37 (!) verschiedene Wildbienenarten an und blüht oft ununterbrochen von Juni September. Allerdings bleibt er nicht dauerhaft an einem Platz sondern wandert durch den Garten.
Einen schattigen feuchten Standort bevorzugt der Seidelbast. Der 150 cm hohe Strauch mit lila Blüten im zeitigen Frühjahr hat allerdings hochgiftige rote Beeren, daher auch sein Name Kellerhals. Vögel wie Drosseln und Bachstelzen, welche die Beeren gerne fressen sind anscheinend immun gegen das Gift.
Im trockenen Schatten gedeiht die Stechpalme (ebenso der Liguster) noch sehr gut. Der immergrüne Strauch oder kleine Baum mit ebenfalls giftigen Beeren (halten bis zum Frühjahr) eignet sich auch als freiwachsende oder geschnittene Hecke unter größeren Bäumen.
Ebenfalls im trocken-schattigen Bereich wächst die Heckenkirsche: Ein dicht verzweigter Strauch mit stark duftenden rosafarbenen Blüten. Der Strauch verströmt den Duft vor Allem Abends und Nachts um Nachtfalter anzulocken. Die roten Beeren sind bei Vögeln sehr beliebt.
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